2016-03

Zeit der Veränderungen

Der Standortwechsel von MEDLEXIS aus München nach Aachen liegt fast ein Jahr zurück. Aber nicht nur der Umzug und die Umorientierung auf dem neuen regionalen Markt brachten einige Veränderungen in das Geschäft.

Auch die sich verschlechterten politischen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland und der wirtschaftliche Abschwung zeigten ihre Wirkung auf den Bereich medizinischer Versorgung russischer Patienten in Deutschland.

GESCHEHNISSE

Krieg in der Ukraine, drastischer Rubelverfall, Druck auf die Wohltätigkeitsfonds seitens der russischen Regierung sowie offizielle und inoffizielle Ausreiseverbote für Beamte und Vertreter der staatlichen Gewaltsorgane führten zu einem stetigen Rückgang der Anzahl der russischen Patienten der letzten ca. 2 Jahre.

HEUTE

Viele Russen haben jetzt entweder keine finanzielle oder keine rechtliche Möglichkeit mehr, sich in Deutschland behandeln zu lassen. Die Höhe der davor schon kostspieligen medizinischen Versorgung hat sich seit dem Währungsverfall für die Russen fast verdoppelt.

Viele Agenturen für Medizintourismus mussten Verluste ihrer Kunden einstecken. Um den Kunden die finanzielle Bürde zu erleichtern, versuchen die Agenturen, etwaige Kosten zu sparen. Sei es bei der Anzahl der Mitarbeiter oder bei der Beauftragung professioneller Übersetzungs- bzw. Dolmetschdienstleistungen.

Am schlimmsten hat es aber kleinere Agenturen sowohl in Russland als auch in Deutschland getroffen, die ihr Geschäft aufgrund sinkender Patientenzahl schließen mussten. Im Kundenstamm von MEDLEXIS gibt es auch eine Medizin-Agentur, die ihre Existenz beendet hat.

AUSBLICK

Wie sich die Lage kurz- und langfristig verändern wird, lässt sich leider noch nicht vorhersagen. Jens Jeszczak von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, an der man sich mit dem Thema „Patienten aus dem Ausland“ intensiv beschäftigt, erklärte: „Vor allem die schlechte Wirtschaftslage in Russland trübt die Aussichten auf eine Umkehr dieses Trends“.

Die Weiterentwicklung bleibt also offen, ich hoffe dennoch, dass sich die Lage zumindest stabilisiert.

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